Solarenergie verteuert den Strom, vor allem für Industrie und Gewerbe

Strom aus erneuerbaren Energien wird über die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) und die Einmalvergütung finanziell gefördert.  

Die Förderung wird von allen Stromkonsumenten über einen Zuschlag auf jede verbrauchte Kilowattstunde Strom finanziert. Der Zuschlag beträgt 2019 2.3 Rp./kWh. Rund die Hälfte der Einnahmen wird für die Photovoltaik eingesetzt. Durchschnittlich verteuert damit die Förderung der Photovoltaik den Strom für Gewerbe und Industrie um knapp 8%.

Wie relevant sich eine solche Erhöhung auf einen Betrieb auswirkt, zeigt die Energiekostenintensität. Diese berechnet sich aus dem Verhältnis zwischen den Energiekosten und der Bruttowertschöpfung. Bei 99% der Schweizer Unternehmen machen die Energiekosten weniger als 0.5% der Bruttowertschöpfung aus. Bei den meisten Unternehmen fallen die Stromkosten also nicht stark ins Gewicht.

Unternehmen mit sehr hohen Stromkosten sind von der Verteuerung des Stroms viel stärker betroffen. Sie können sich jedoch den bezahlten Zuschlag für erneuerbaren Strom zurückerstatten lassen. Eine vollständige Rückerstattung ist für Unternehmen möglich, deren Stromkosten mindestens 10 Prozent der Bruttowertschöpfung ausmachen. Liegt der Anteil bei mindestens fünf Prozent, werden die Kosten teilweise zurückerstattet.

Interessierte Unternehmen finden weitere Informationen bezüglich Zurückerstattung hier.