Solaranlagen erhöhen das Risiko von Bränden

Photovoltaikanlagen stellen kein grösseres Brandrisiko dar als andere Elektroinstallationen. 

Ein mehrjähriges Forschungsprojekt in Deutschland hat gezeigt, dass ein Brand in weniger als 0,01% der Anlagen aufgetreten ist. Bei diesen wenigen Fällen beschränkte sich der Brand grösstenteils auf die Anlage und griff nicht auf das Gebäude über. Die Brände entstanden hauptsächlich, weil die Anlagen falsch geplant oder installiert wurden. Überwiegende Fehlerquelle ist demnach der „Faktor Mensch“ und nicht die Anlage selbst. Zur Minimierung des Risikos sollten Photovoltaikanlagen deshalb professionell geplant, installiert und gewartet werden. Wer sich für eine Anlage interessiert, soll sich daher an einen zertifizierten Solarprofi wenden.

Risiken von Photovoltaikanlagen bei der Brandbekämpfung

Eine Besonderheit gibt es bei der Brandbekämpfung von Photovoltaikanlagen. Unabhängig von der Ursache eines Brandes führt die Photovoltaik für die Feuerwehr zu spezifischen Risiken. Dazu gehören herabfallende Teile oder ein elektrischer Schlag. Dieser kann selbst dann auftreten, wenn das Haus vom Stromnetz getrennt ist, da ein Teil der Anlage weiter unter Spannung steht, solange Licht auf die Module fällt. Die Einsatzkräfte müssen deshalb dieselbe Sicherheitsmassnahme treffen wie bei anderen elektrischen Anlagen, die unter Spannung stehen: beim Löschen entsprechende Sicherheitsabstände einhalten.

Empfehlungen für Gebäudeeigentümerinnen und -Eigentümer

  • Lassen Sie Ihre Photovoltaikanlage von einem Solarprofi planen, installieren und warten.
  • Kennzeichnen Sie Ihre Anlage beim Netzanschluss/Trennschalter und halten Sie einen Orientierungsplan bereit. Die entsprechenden Aufkleber können Sie im Swissolar Shop kaufen.