Photovoltaik-Module lassen sich kaum rezyklieren

Photovoltaik-Module können zu 80 bis 90 Prozent rezykliert werden.

Mit 70 bis teils über 90% ist Glas der Hauptbestandteil aller Module. Durch den sehr hohen Glasanteil sowie einfach trennbare Metalle können rund 80 bis 90% eines Moduls bzw. Solarpanels, bezogen auf seine Masse, wiederverwertet werden. Grundsätzlich werden alte Solarpanels als erstes vom Aluminiumrahmen, Glas, den Kabeln und der Elektronik getrennt. Diese gelangen in Entsorgungskreisläufe wie Altglas, Altmetall und Elektronikschrott. Die Aufbereitung erfolgt in einem ersten Schritt mechanisch. Weitere Trennungs- und Abspaltungsverfahren sind thermochemisch, chemisch oder metallurgisch. So werden potenziell schädliche Substanzen wie z.B. Blei, Cadmium oder Selen entfernt und separat entsorgt. Silber, Tellur oder Indium werden so gut wie möglich und wirtschaftlich zurückgewonnen und können wiederverwendet werden. Mehr als 90% aller Module sind Si-kristallin, eine Modultechnologie, die praktisch keine schädlichen Substanzen enthält (etwas Blei und Silber). Dennoch muss eine Restfraktion von rund 10 bis 20% Gewichtsanteil heute noch verbrannt werden. Dies sind z.B. die Kunststofffolie und schwermetallhaltiges Lot. Durch den hohen Anteil an Glas und Aluminium ist das Recycling von Solarpanels mit dem Fensterrecycling vergleichbar.

In der Schweiz können Solarpanels über die vorgezogene Recyclinggebühr kostenlos am Verkaufsort oder an einer Sammelstelle zurückgegeben werden. Dadurch wird ein fach- und umweltgerechtes Recycling garantiert. Dies wird in der Schweiz von der Stiftung SENS eRecycling organisiert. Das bisher auf freiwilliger Basis aufgebaute System wird nach Anpassung der entsprechenden Verordnung künftig obligatorisch werden.

Photovoltaik-Module können zu 80 bis 90 Prozent rezykliert werden