Auch Bern braucht ein nachhaltiges Energiegesetz

14. janvier 2019

Am 10. Februar 2019 entscheidet das Berner Stimmvolk über ein neues, nachhaltigeres kantonales Energiegesetz. Swissolar empfiehlt ganz klar ein Ja.

Mehr als 40 Prozent der gesamten CO2-Emissionen der Schweiz stammen aus Gebäuden. Zur CO2-Reduktion in diesem Bereich hat die Energiedirektorenkonferenz (EnDK) die «Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2014)» als Vorlage erarbeitet, die nun von allen Kantonen in ihre Energiegesetze übernommen werden muss. 6 Kantone (BS, BL, JU, LU, OW, VD) haben das bereits getan, in anderen laufen die Vorbereitungen.

Mehr als 70 Prozent des Berner Gebäudeparks wird fossil beheizt. Bis zu 1 Milliarde Franken fliessen so für Heizöl und Gas aus dem Kanton Bern ins Ausland ab. Das muss nicht sein: Der Kanton Bern besitzt die nötigen Ressourcen, um sich selbständig zu versorgen: mit Solarenergie, Biogas aus der Region und Holz aus dem Berner Wald. Die heutige energetische Sanierungsrate liegt bei rund 1%. So wären erst nach 100 Jahren alle Gebäude-Energieschleudern saniert. Das geht schneller.

Das Berner Energiegesetz schafft klare Richtlinien für Renovationen und Neubauten, an denen sich das Gewerbe orientieren kann. Es schafft Arbeitsplätze in der Region, statt das Geld für fossile Energien abfliessen zu lassen. Der Berner Grosse Rat hat das Gesetz klar befürwortet. Und auch sonst setzt sich eine breite, parteienübergreifende Allianz für ein Ja ein.

Allein auf unseren Dächern könnten mit Solaranlagen bis zu 85 Prozent des heutigen Strombedarfs erzeugt werden. Fangen wir bei den Neubauten und Renovationen an, dieses Potenzial für eine saubere Energieversorgung zu nutzen.