Mehr Unternehmer im Swissolar-Vorstand und eine Anleitung zur Dekarbonisierung

10. Mai 2019

An der diesjährigen Generalversammlung von Swissolar in Solothurn wurden vier neue Mitglieder in den Vorstand gewählt. Drei davon verstärken die Vertretung der Solarunternehmen, zudem erhält suissetec neu Einsitz im Gremium.

Wir heissen folgende neuen Mitglieder im Vorstand willkommen:

  • Roland Frei, Geschäftsführer & Verwaltungsrat Energiebüro AG
  • Robin Gut, Fachbereichsleiter Spengler / Gebäudehülle Suissetec
  • Noah Heynen, Co-Gründer und CEO Helion
  • Beat Ruppen, Gründungsmitglied & Verwaltungsratspräsident Winsun AG

 

Jahresrück- und Ausblick

Swissolar-Geschäftsleiter David Stickelberger stellte den Jahresbericht 2018 mit einem kurzen Rückblick vor: Es war das erste Jahr nach Inkrafttreten der Energiestrategie 2050. Für die Solarbranche eine anspruchsvolle Zeit: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen haben sich grundlegend geändert, ihre Anwendung warf viele Fragen auf. Bauherrschaften waren unsicher, wie sie mit den Vorgaben umgehen sollten Der Druck auf die Margen innerhalb der Branche blieb enorm hoch, während der administrative Aufwand für den Bau einer Anlage gestiegen ist.

Der Verband hat darauf reagiert: Swissolar unterstützt seine Mitglieder, damit sie auch bei hohem Preisdruck und sich rasch ändernden Rahmenbedingungen hochwertige Anlagen bauen und wirtschaftlich gesund bleiben können: Einerseits mittels Tagungen und Weiterbildungsangeboten wie dem Projekt Solarbildung Schweiz 2020, wo Swissolar für alle Schulstufen Bildungsunterlagen zu Photovoltaik zur Verfügung stellt.

Hilfsmittel und Bildungsangebote zur korrekten Projektkalkulation werden 2019 folgen. Andererseits bringen uns in die politische Diskussion ein, zum Beispiel mit Vorschlägen, wie der Eigenverbrauch vereinfacht werden kann. Gemeinsam mit verschiedenen Akteuren suchen wir nach konkreten Wegen, um die Abläufe zu verschlanken und die Bürokratie beim Bau von Solaranlagen abzubauen.

Mit Solarenergie weg von der Atomkraft und fossilen Energien

Zum Schluss stellte Swissolar-Präsident Roger Nordmann sein neues Buch «Sonne für den Klimaschutz» vor. Darin skizziert er den Weg zur Schweizer Energiewende bis 2050: «20 Terawattstunden Atomstrom, 17 Terawattstunden Strom für die Mobilität sowie 6 Terawattstunden Strom fürs Heizen der Gebäude - also total 40 bis 45 Terawattstunden neue Stromproduktion - müssen wir in der Schweiz bereitstellen, um den Atomstrom zu ersetzen und die Dekarbonisierung umzusetzen», rechnete er vor.

Nur die Photovoltaik könne die Lücke füllen. Dafür müsse der jährliche Zubau so schnell als möglich verfünffacht werden – dann lasse sich auch genug Solarstrom für den Winter speichern – in Speicherseen und mittels Power-to-Gas. Das neue Buch ist jetzt auf Französisch im Swissolar-Shop erhältlich. Die deutschsprachige Ausgabe erscheint im August, Vorbestellung ist schon möglich.

> Jahresbericht 2018
> Präsentation von Roger Nordmanns Buch «Sonne für den Klimaschutz – Ein Solarplan für die Schweiz»
> Buch-Bestellung französisch
> Buch-Vorbestellung deutsch