Scheint in der Schweiz genug Sonne für Solarenergie?

Auf die Fläche der Schweiz trifft rund 200 Mal mehr Sonneneinstrahlung als das ganze Land Energie verbraucht. Dieses Potenzial nutzen wir noch kaum:  2016 waren erst auf rund 5% der geeigneten Dach- und Fassadenflächen Photovoltaik-Anlagen installiert.

Die jährliche Einstrahlung in der Schweiz variiert je nach Standort zwischen rund 1’050 und 1‘550 kWh pro Quadratmeter. Das heisst, auf die gesamte Fläche der Schweiz trifft rund 200 Mal mehr Sonneneinstrahlung, als im gesamten Land Energie verbraucht wird.

Das Produktionspotenzial auf Dächern und Fassaden ist hoch: es könnte rund die Hälfte des gesamten Schweizer Stromverbrauchs abdecken. Dieses Potenzial wird noch kaum genutzt: 2016 waren erst auf rund 5% der geeigneten Dach- und Fassadenflächen Photovoltaik-Anlagen installiert. Diese decken gut 2% des Stromverbrauchs ab.

Auch bei der Solarwärme wird das Potenzial noch kaum erschlossen. 2016 wurde erst rund 8% des Produktionspotenzials auf Schweizer Dächern genutzt. Diese decken rund 8% des Energiebedarfs für Warmwasser in Haushalten ab.

Allgemein ist die Einstrahlung in der Schweiz höher als in Dänemark oder England und tiefer als in Spanien, Portugal oder Italien. Einige sehr sonnige Standorte wie Sion oder Samedan aber sind punkto Einstrahlung sogar mit der Toskana oder der Provence vergleichbar.

Die heutige Nutzung der Photovoltaik ist nicht stark von der jeweiligen Intensität der Sonneneinstrahlung abhängig. Zu den Ländern mit der stärksten Nutzung in Europa gehören sowohl südliche Länder wie Griechenland und Italien als auch Länder mit weniger Einstrahlung wie Deutschland, Belgien oder die Tschechische Republik.